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Eine persönliche Entscheidung: Keine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Schöningen

Die Nachricht von Bürgermeister Malte Schneiders Entscheidung, keine zweite Amtszeit anzustreben, hat in Schöningen die Diskussion um seine Nachfolge entfacht. Es ehrt mich sehr, dass mein Name in diesem Zusammenhang mehrfach genannt wurde und sogar Familienmitglieder direkt darauf angesprochen wurden, ob ich mich als Kandidat aufstellen lassen werde. Auf Facebook und Instagram habe ich bereits im Mai 2025 deutlich gemacht, weshalb ich als Bürgermeister nicht in Frage komme. Auch hier möchte ich Euch nun meine Beweggründe mitteilen:

Ich habe intensiv in mich hinein gehört und geprüft, ob ich dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen bin. Nach sorgfältiger Abwägung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich auf andere Weise effektiver für Schöningen engagieren kann. Seit 2016 bin ich politisch aktiv. Der bewusste Abstand zur Verwaltung hat mir stets ermöglicht, Themen neutral und unvoreingenommen anzugehen. Diese Herangehensweise hat mir persönlich gut getan und ich bin überzeugt, dass ich dadurch auch als Politiker glaubwürdig geblieben bin. Parallel zu meinem Engagement  verfolge  ich eine  spannende  berufliche  Entwicklung: Als  Bankkaufmann  wurde  ich

anfangs belächelt, gerade bei den Grünen aktiv zu sein. Heute bin ich noch immer bei meinem Arbeitgeber, der sich erfolgreich zu einer grünen Bank transformiert hat. Diese Entwicklung möchte ich weiterhin begleiten und aktiv mitgestalten. Aus diesen Gründen stehe ich als Kandidat für das Bürgermeisteramt nicht zur Verfügung.


Allen Kandidaten möchte ich mit auf den Weg geben, sich mindestens ebenso intensiv zu reflektieren, wie ich es rechtzeitig getan habe. Acht Jahre sind eine lange Zeit in der viele wichtige Aufgaben angegangen werden müssen und Wissen vorrausgesetzt wird. Schöningen hat eine fähigen neuen Bürgermeister (vielleicht auch mal eine Bürgermeisterin) verdient und ich freue mich darauf, vielleicht zukünftig mit dieser Person im Sinne dieser Stadt und dessen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen!

Neue Arztansiedlung in Schöningen


Herr Dr. Detlev Ameis wird laut Beschluss des Rates mit einer einzelbetrieblichen Förderung in Höhe von 18.000,00 Euro  bei der Eröffnung seiner Praxis für Allgemeinmedizin in der Schützenbahn 15 unterstützt. Er beabsichtigt die Praxis von  Herrn Dr. Wilfried Witte zu übernehmen und sich damit in Schöningen langfristig zu binden. Die Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung  liegt vor. Mit dem Zuschuss können die umfangreichen Modernisierungen in der Praxis umgesetzt werden. Auch Frau Dr. Friederike Funk wurde bereits bei ihrer Ansiedlung in den neuen Praxisräumen finanziell durch die Stadt Schöningen unterstützt. Lt. Auffassung der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in Schöningen ist das genau der richtige Weg, um auch weitere Ärztinnen und Ärzte in Schöningen anzusiedeln, um den Ärztemangel in unserer Stadt entgegenzuwirken. Politische Mitbewerber haben einen wohlklingenden Beschlussvorschlag vorgelegt, ein Ärztezentrum in Schöningen zu errichten. Ein  solches Ärztezentrum,  das   auf  die  kassenärztliche  Versorgung  hier  vor  Ort  abzielt, benötigt jedoch grundsätzlich die Festellung eines Bedarfs durch die Kassenärztliche Vereinigung. Im Fall von Schöningen, insbesondere bei den Hausärzten, ist ein tatsächlicher Mangel und eine hohe Belastung der bestehenden Praxen gegeben. Obwohl die Stadt Schöningen selbst und Hausärzte vor Ort die Situation als dramatisch und am Limit sehen, stufte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen den Planungsbereich Schöningen als nicht von Unterversorgung bedroht ein. Abgesehen davon ist meines Erachtens eine Förderung für neue Praxisräume bei Bedarf auch sinnvoller, da man diese dann entsprechend der individuellen Bedürfnisse gestalten kann. Ein Beispiel dafür ist auch das Sozialkompetenzzentrum im negativen Sinne, welches beim Neubau mit Praxisräumen ausgestattet wurde. Diese Räume konnten aber vielen Erwartungen nicht gerecht werden und blieben lange Zeit unbesetzt. Gerade als finanzschwache Kommune sollte man sich genau überlegen, welche Vorgehensweise hier sinnvoller und weniger teuer ist. Wir können es uns nicht leisten Gelder in eine Immobilie zu stecken, die dann nicht entsprechend genutzt wird und leer steht. Das abzuwägen gehört zu der Verantwortung eines Ratsmitgliedes, der auch ich gerecht werden möchte. Alles Andere hört sich zwar toll an, lässt sich aber nur schwer und mit viel Geldeinsatz oder vielleicht auch überhaupt nicht realisieren. Gerade zu Kommunalwahlen versucht man damit beim Wähler Punkte zu sammeln - ich hoffe, dass man damit keinen Erfolg haben wird! 

Hausärztinnen und Hausärzte dürfen frei parken und sind in Schöningen gern gesehen.

Mein persönliches Motto: Immer mit Spass bei der Sache!

Rückblick: Social Day mit der Nord LB Braunschweig beim Seniorenspielplatz


Meine Mutter kam freudestrahlend auf mich zu und teilte mir mit, dass ich es in die Ausgabe des Seniorenbüttels der Stadt Schöningen mit einem kleinen Beitrag geschafft habe. Im Magazin des Seniorenbeirates waren der Social Day und meine Kollegen von der Nord/LB ein Thema. Am Freitag, den 05. September 2025,  waren wir hochmotiviert vor Ort. Alle von uns waren sofort begeistert, welche Liebe in dieser Anlage steckt. Wir standen bereit, um das Gelände für die am nächsten Tag stattfindenden Wettkämpfe herzurichten. Wir hatten Sträucher im Gepäck, welche eingepflanzt wurden, außerdem wurde Unkraut entfernt und Laub zusammengehakt. Es wurde überall dort geholfen, wo Hilfe benötigt wurde und selbst Wände wurden mit frischer Farbe versehen... Unsere Gruppe von 10 Personen hat jedoch am Besten gefallen, dass bei der ganzen Arbeit die persönlichen Gespräche und der Austausch nicht zu kurz kamen. Die offene Art des Seniorenbeirates wirkt noch jetzt nach und hat uns tief beeindruckt. Wir haben uns riesig gefreut, dass unsere Hilfe auch willkommen war und so dankbar angenommen wurde. Nach der Arbeit wurde sogar gegrillt und dann ging es in den Feierabend. Ganz besonders möchte ich mich bei meiner Ausbilderin für Grünpflege bedanken. Elisabeth Müller hat dafür gesorgt, dass die Zeit wie im Flug verging. Wie viel Spass wir hatten, sieht man auf dem nebenstehenden Foto. Es war einfach spitze. Besonders stolz macht mich, dass wir neben den Pflanzen noch 750,00 Euro für die Gestaltung des Seniorenspielplatzes von Seiten der Nord /LB zur Verfügung stellen konnten. Zustande kam dieser Termin durch einen Aufruf von Jörg Habermann während einer Ausschusssitzung. Er hat alle Ratsmitglieder dazu eingeladen sich bei Aktivitäten des Seniorenbeirates zu beteiligen und zu helfen. Als dann nach einem passenden Projekt für unseren Social Day von der Nord/LB gesucht wurde, habe ich sofort diese Möglichkeit ins Spiel gebracht und hatte Glück bei der Auswahl. Für mich ist es ein gelungenes Beispiel dafür, dass vieles besser ist, wenn man den Kontakt miteinander pflegt und ich werde auch weithin versuchen solche Dinge zu beherzigen und miteinander zu verknüpfen.

Geplante Bahnstrecke Helmstedt / Schöningen


Es sieht, trotz Verzögerungen, nicht schlecht aus, wenn es um die Reaktivierung der Bahnstrecke Helmstedt - Schöningen geht.


Die LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft) sorgt als 100%ige Landestochter für ein bedarfsgerechtes Nahverkehrsangebot mit Bahnen und Bussen und setzt sich dabei zum Ziel, die Mobilität nachhaltig zu verbessern. Für ganz Niedersachsen nimmt sie die Verteilung der Regionalisierungsmittel vor und prüft und bewilligt Förderanträge.


Es werden weiterhin mehrere Vorhaben untersucht, darunter die Strecken Soltau - Lüneburg, Stade - Bremervörde, SZ-Lebenstedt - SZ Lichtenberg, BS Gliesmarode - Wendeburg-Harvesse und Helmstedt - Schöningen.


Der Regionalverband Braunschweig hat eine Machbarkeitsstudie zur Wirtschaftlichkeit der Route in Auftrag gegeben. Ziel ist die Reaktivierung der Strecke Helmstedt - Schöningen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die bestehende Strecke ab Helmstedt bis Buschhaus / Alversdorf ist noch in Betrieb.  Für die weitere Streckenführung ist eine ca. 3 km lange Neubaustrecke vorgesehen. Geplant ist der Neubau des Haltepunkts Neu Büddenstedt als Kreuzungsbahnhof. Die Vorzugsvariante sieht einen neuen Bahnsteig südlich der bestehenden Gleise am Bahnhof Helmstedt vor. Lt. Verbands-Sprecherin Gisela Noske lässt sich die frühere Gleisanlage im Bahnhof Helmstedt nicht oder nur mit hohem Aufwand wiederherstellen. Es wird ein separates Gleis mit neuem Bahnsteig geplant. Das funktioniere aber nur, wenn die Stadt Helmstedt die von ihr geplante Fußgängerbrücke zeitgleich oder vorab realisiere. Wittich Schobert (Bürgermeister in Helmstedt / CDU) plant aber den Bau dieser Brücke erst zu einem späteren Zeitpunkt und möchte die Fördermittel für unser ehemaliges Revier lieber für andere Projekte verwenden. Er vertritt den Standpunkt, dass diese Brücke erst notwendig ist, wenn der Lappwaldsee touristisch erschlossen wurde.


Die Planung der Strecke Helmstedt - Schöningen erfolgt so, dass später dann auch eine Verlängerung in Richtung Paläon/Hötensleben möglich ist. In Schöningen sind ebenfalls noch mehrere Punkte zu klären. Unter anderem sorgt der geplante Neubau einer Tennet-Höchstspannungsleitung für Verzögerung. Auch die private Nutzung unseres alten Bahnhofs dürfte weitere Planungen erfordern.


Die Einbindung in den Taktfahrplan (SPNV-Konzept 2030+) soll jedoch trotzdem Anfang der 2030er Jahre erfolgen. Schauen wir mal - es bleibt spannend. Diese Informationen stammen aus Internetrecherchen - ich als Mitglied im Rat der Stadt Schöningen habe diesbezüglich noch keine weiteren Informationen von der Verwaltung bekommen. Ich werde auch zukünftig transparent über dieses Thema berichten und mich weiterhin für die Reaktivierung dieser Bahnstrecke einsetzen.

In die andere Richtung zu planen ist viel kostenintensiver, da hier kein bestehendes Bahngleis zur Verfügung steht.

Hier ein mit KI entworfenes Beispielbild. Dieses Holz würde sich super ins Stadtbild einfügen.

Über MORGEN reden... Unsere Innenstadt zum Leben erwecken: Eine Kugelbahn für Groß und Klein!


Am Donnerstag, den 26.02.2026 habe ich im Ausschuss für Bauen und Umwelt für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen Vorschlag gemacht, über den ich an dieser Stelle berichten möcht​e...

Man stelle sich vor: Ein sonniger Samstagnachmittag in unserer Stadt. Wo heute eine graue, übel riechende Wasserrinne (aufgrund nur unzureichend funktionierender Technik) den Weg trennt, hören wir bald das helle Klacken von Holz auf Holz und das Lachen spielender Kinder. Während die Verwaltung aktuell plant, die Rinne aus Kostengründen mit Erde aufzufüllen und mit einer schlichten Ligusterhecke oder Stauden zu bepflanzen, haben wir von Bündnis 90/Die Grünen eine weitaus lebendigere Vision für unsere Stadtmitte. ​Warum nur zuschütten, wenn wir einen Ort der Begegnung schaffen können?​ Meine Idee ist es, die verfüllte Rinne nicht nur als bloße Grünfläche „stillzulegen“, sondern sie in eine faszinierende Holzkugelbahn zu verwandeln. Es wäre ein Magnet für Familien, ein Abenteuerpfad mitten durch unsere Geschäftsstraßen und ein echtes Aushängeschild für unsere Stadt. Während Kinder die Kugeln durch Kurven und über Schikanen jagen, verweilen Eltern und Großeltern entspannt in der Nähe. So wird der Stadtbummel zum Erlebnis, das Generationen verbindet und die Aufenthaltsqualität für alle spürbar steigert.Nachhaltig, klug finanziert und gut für uns alle. Eine solche Bahn aus naturbelassenem Holz fügt sich nicht nur ökologisch perfekt in unser Stadtbild ein, sie ist auch ein klares Signal für eine familienfreundliche Zukunft. Wir müssen dafür nur wenig Geld aus der ohnehin knappen Stadtkasse verschwenden: Durch gezielte Förderungen wie die LEADER-Mittel oder die niedersächsische Tourismusförderung können wir dieses Leuchtturmprojekt realisieren, ohne den Haushalt groß zu belasten. ​


Statt einer „Notlösung“ aus Hecken und Stauden, möchte ich einen Ort schaffen, der unsere Innenstadt belebt, den Einzelhandel stärkt und uns allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wir sollten unsere Mitte gemeinsam in einen Ort verwandeln, auf den wir stolz sein können und der unserer Entwicklungsstrategie gerecht wird – einen Ort, an dem man nicht nur vorbeiläuft, sondern an dem man gerne bleibt. Für eine Innenstadt, die rollt! Ich setze mich für den Verbleib blauer Infrastruktur ein - jedoch nicht um jeden Preis. Wenn die Wasserrinne wieder in Gang gebracht wird und die Kosten dafür überschabar sind, dann soll diese auch weiterhin erhalten bleiben. Ich wehre mich allerdings dagegen diese Rinne einfach mit einer Ligusterhecke oder Stauden zu bepflanzen und dadurch wertvolles Potential für unsere Innenstadt zu verschenken.

Derzeitig fehlt leider eine Mehrheit für meinen Vorschlag, der durchaus realistisch ist und auch umsetzbar wäre - Mut vorausgesetzt.